Anlässlich eines Gerichtsprozesses gegen eine Genoss*in veranstalten wir am Sonntag, dem 14.4., ein Training zum sich Bewegen in politischen Gerichtsprozessen. Das Training findet online statt, geht um 18h los und dauert ca. 90 Minuten. Es wird partizipativ. Die Richter*in bedankt sich beim Publikum, dass es so brav war? Nie wieder!
Zum Ende des Jahres trafen wir uns in Hemen bei Kassel auf dem berg Hohen Meißner um unsere Planungen fürs nächste Jahr zu beginnen. Auf dem Weg dahin haben wir Orte mit lustigen Namen kennen gelernt, Kulturschocks erlebt und schöne Ausblicke auf Landschaft und Dörfer bewundert. Wir haben Anträge geschrieben, sind spazieren gegangen und haben uns mit Sozialer Verteidigung und Waffenlieferung beschäftigt. Ein Erlebnisbericht:
Kulturschocks Gleich nach unserer Ankunft in Eschwege (kurz hinter Göttingen) mussten wir unsere ersten zwei Kulturschocks erleben. Erstens: Es gibt ein Essverbot in Bussen. Das Essverbot im Bus wird doch tatsächlich durch die fahrende Person durchgesetzt (Frechheit an dieser Stelle, wo betrinken sich denn die Leute, wenn nicht mit Wegbier im Nahverkehr?). Dadurch mussten wir den zweiten Kulturschock auf nüchternen Magen ertragen:
„Ich besuch deine Mutter!“ Zweiter Kulturschock: Kinder werden hier recht ernst genommen. Durch den gesamten Bus brüllend debattierte ein etwa vier Jahre altes Kind mit dem*der Busfahrer*in Stefan (die Leute kennen sich mit Vornamen!) darüber, wer hier eigentlich besser den Bus fahren sollte. Drohungen der beiden, die jeweils andere Mutter in den Konflikt zu involvieren, liefen ins Leere, weil beide jeweils gegenseitig wussten, wo der andere wohnt. Derart eingeschüchtert wagten wir wilden und aufmüpfigen Städter*innen es erst recht nicht, gegen das Konsumverbot zu verstoßen.
Attraktionen Die Lokalattraktion des Meißners sind zwei Funktürme einer ehemals amerikanischen Militärbasis (haben wir ebenfalls im Nahverkehr gelernt). Diese haben wir leider aufgrund des dichten Nebels und der Dunkelheit nicht zu sehen bekommen :/. Dafür war unsere Nachbarschaft recht gut informiert: Team Stuttgart tauchte erst am Samstag auf, die Fahrerin vom Anrufsammeltaxi riet gleich richtig: „Ach, Sie wollen zu den Berliner*innen!“
Anträge schreiben Nach unserer Ankunft im historischen Bergbauamt im Schwalbenthal ging es nach bzw. während des Abendessens direkt los, Gelder zu planen und Finanzanträge für den kommenden Bundesausschuss der DFG-VK zu schreiben. Diese wurden fristgerecht 12 Minuten vor Mitternacht eingereicht.
Samstag Der Tag begann mit einem überwältigenden Ausblick über die Dörfer im Tal und die umliegende Landschaft, allerdings war diese Aussicht aufgrund des aufziehenden Nebels nur von kurzer Dauer. Nach einer übergrossen Menge Kaffee aufgrund der eher kurzen Nacht, haben wir den Samstag dann mit einem Überblick zu den Strukturen und verschiedenen Gremien innerhalb der DVGvK gestartet. Weiter gings mit einer inhaltlichen Diskussion zur Zukunft der U35 Gruppe innerhalb der DFG-VK.
Da den ganzen Vormittag über fleißig gesnackt wurde, haben wir uns dazu entschieden vor dem Mittagessen den Berg zu erkunden und schafften es auch tatsächlich vor Beginn des Regens zurück zu sein. Anschließend haben wir uns doch noch über die Kürbissuppe hergemacht.
Sozialer Angriff? In einem Workshop haben wir das Konzept der sozialen Verteidigung kennengelernt. In der anschließenden Diskussion haben wir festgestellt, dass wir „Soziale Verteidigung“ gerne mit einer offensiven Komponente zu „Sozialem Widerstand“ erweitern würden. Darunter verstehen wir die praktische Anwendung von Sozialer Verteidigung um gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen oder, im Falle eines Angriffs, vorzubeugen.
Samstag Der Tag begann mit einem überwältigenden Ausblick über die Dörfer im Tal und die umliegende Landschaft, allerdings war diese Aussicht aufgrund des aufziehenden Nebels nur von kurzer Dauer. Nach einer übergrossen Menge Kaffee aufgrund der eher kurzen Nacht, haben wir den Samstag dann mit einem Überblick zu den Strukturen und verschiedenen Gremien innerhalb der DVG-VK gestartet. Weiter gings mit einer inhaltlichen Diskussion zur Zukunft der U35 Gruppe innerhalb der DFG-VK.
Da den ganzen Vormittag über fleißig gesnackt wurde, haben wir uns dazu entschieden vor dem Mittagessen den Berg zu erkunden und schafften es auch tatsächlich vor Beginn des Regens zurück zu sein. Anschließend haben wir uns doch noch über die Kürbissuppe hergemacht.
Sozialer Angriff? In einem Workshop haben wir das Konzept der sozialen Verteidigung kennengelernt. In der anschließenden Diskussion haben wir festgestellt, dass wir „Soziale Verteidigung“ gerne mit einer offensiven Komponente zu „Sozialem Widerstand“ erweitern würden. Darunter verstehen wir die praktische Anwendung von Sozialer Verteidigung um gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen oder, im Falle eines Angriffs, vorzubeugen.
Sonntag Aufgrund unserer Abreisezeiten blieb uns am Sonntag neben Frühstück, Aufräumen und Mittagessen leider nicht viel Zeit. Wir haben sie dennoch genutzt, um ein weiteres Mal über unsere politischen Weltbeherrschungs-Pläne, etwa in Bezug auf Waffenlieferungen aus Deutschland nach Russland zu sprechen und wie wir diese in einer breiten Öffentlichkeit problematisieren können.
Beweisfotos vom Aufräumen
Die anschließende Rückfahrt verlief ohne große Probleme, bis auf die kaum nennenswerte 60 minütige Verspätung des ICEs, sodass wir uns am Abend wieder in die, im direkten Vergleich zu den Bussen in Hessisch-Sibirien, sehr ruhigen Berliner Bahnen setzen konnten.
Danke! Außerdem möchten wir uns an dieser Stelle bedanken. Vielen Dank an an die Kommune Hemen* im alten Bergbauamt, dass wir eure Räume nutzen und bei euch übernachten durften! Danke an alle Menschen die gekocht haben, das Essen war ein Highlight des Wochenendes!
Vom 17. – 19. November wollen wir uns für das U35 Netzwerktreffen zusammenfinden. Wir wollen uns Zeit nehmen um uns über Herausforderungen in unserer friedenspolitischen Arbeit im DfG-VK und darüber hinaus auszutauschen. Das Treffen ist offen für euch, wenn ihr euch für gegen Krieg engagiert oder euch engagieren wollt. Wir freuen uns andere Mitglieder im DfG-VK kennen zu lernen, ihr müsst aber keine Mitglieder sein, um herzlich willkommen zu sein.
Themen für unseren Austausch können sein: Herausforderungen und Potentiale der politischen Arbeit im DfG-VK und in unserer Jugendvernetzung. Austausch über inhaltliche friedenspolitische Fragen die uns gerade bewegen und mögliche Projekte, Pläne, Vernetzungen für das Jahr, und wie wir uns durch Vernetzung gegenseitig unterstützen können. Falls ihr Themen habt, die ihr auf jeden Fall ansprechen wollt, setzt euch gern im Voraus mit uns in Verbindung, so dass wir für einen guten Rahmen sorgen können.
Anmeldung: Anmeldung gern so bald wie möglich per Mail an jugend@dfg-vk.de
Wo? Der Ort ist die Kommune Hemen* mehr infos findet ihr hier: https://hemen.noblogs.org/ Das Haus Schwalbenthal liegt am Hohen Meißner. Direkt am Haus ist eine Bushaltestelle (Hoher Meißner, Schwalbenthal), die vom NVV 290 Bus auch (aber nicht nur) aus Eschwege angefahren wird. Die Website wird auch auf der DB Website als Ziel angezeigt. Wenn ihr eure Ankunftszeiten kommuniziert, können wir auch versuchen, gemeinsame Anreisen zu koordinieren.
Wir wollen auch eine gemeinsame Anreise mit dem Auto organisieren. Falls der Ort für euch schlecht erreichbar ist, meldet euch also gern nochmal, dann können wir euch vernetzen.
Der Ort ist am Meißner, auf dem Berg, bringt also gern ein bisschen wärmere Kleidung mit, und gutes Schuhwerk, um durch den Wald zu stapfen, wenn ihr das mögt.
Kassel, Stadtteilzentrum vorderer Westen (Elfbuchenstr. 3)
Kosten?
Keine, wird alles übernommen 🙂
Wer darf mitkommen?
Jede(r) jüngere Aktivist*in die/ der Lust hat. Mitgliedschaft in der DFG-VK ist dafür nicht erforderlich.
Angesichts der immer schlechteren finanziellen Ausstattung des Bildungssektors auf der einen und dem Milliarden-Aufrüstungsprogramm der Bundesregierung für das Militär auf der anderen Seite, wächst der Druck auf Universitäten und Hochschulen sich für das Militär zu öffnen. Die bundesweit an etwa 70 Bildungseinrichtungen bestehenden Zivilklauseln – Selbstverpflichtungen von Universitäten und Hochschulen, Forschung und Lehre nur zu friedlichen und zivilen Zwecken zuzulassen – sind in Gefahr. Sie drohen zugunsten von Militärforschung abgeschafft zu werden.
Um Erfahrungen auszutauschen, sich zu Vernetzen und Pläne gegen Militärforschung an zivilen Bildungseinrichtungen zu schmieden, laden wir Studierende, Uni- und Hochschulmitarbeiter*innen sowie alle Interessierten vom 28. bis 29. Oktober 2023 zum Zivilklausel-Kongress nach Kassel ein.
Sudan: Da werfen zwei verrückte Generäle Bomben aufeinander? Um die Debatte etwas fundierter führen zu können, hatte das U35-Netzwerk der DFG-VK zwei Aktivist*innen der Organisation Bana Group for Peace and Development zu einer Podiumsdiskussion nach Berlin eingeladen. Sie berichteten vom immer noch andauernden Krieg der Generäle und der Gesellschaft des Protests im Sudan. Sie kritisierten auch den Abzug der Vertreter*innen der westlichen Regierungen und der internationalen Hilfsorganisationen. Der Krieg im Land sei nun im Westen dem Vergessen preisgegeben. Ohne Zugang zu westlichen Öffentlichkeit gäbe es keine Hilfe und die Generäle könnten nach belieben eskalieren und massakern. Deshalb appelierten sie an das Publikum und betonten, dass Solidaritätsaktionen sehr wichtig seien.
Jede(r) jüngere Aktivist*in die/ der Lust hat. Mitgliedschaft in der DFG-VK ist dafür nicht erforderlich. Da wir nur begrenzt Plätze haben bitte melden wenn ihr gerne dabei wärt.
Einige von uns organisieren unter dem Motto „Menschenrechte in Zeiten des Krieges, Nachdenken über Demokratie und Asyl“ einen Austausch zwischen jungen Menschen, die aus Belarus geflohen sind, und jungen Menschen aus Deutschland, die sich für Menschenrechte, Asyl, Demokratie, Antimilitarismus, und deutsch-belarusische Vernetzung interessieren.
Wir werden eine Woche (4.-13. Oktober) gemeinsam in Berlin verbringen, uns austauschen, eine Aktion organisieren und mit Bundestagsabgeordneten sprechen. Gemeinsam wollen wir auf ein allgemeines Asylrecht für Kriegsdienstverweigerung pochen.
Das nächste Orga-Treffen für die Jugendbegegnung im Oktober wird am Montag den 4.9. um 19 Uhr online stattfinden. Den Link dafür bekommst du per Mail (vernetzungpartizipation@riseup.net).
Jede(r) jüngere Aktivist*in die/ der Lust hat. Mitgliedschaft in der DFG-VK ist dafür nicht erforderlich. Da wir nur begrenzt Plätze haben bitte melden wenn ihr gerne dabei wärt.
Im Juni 2023 findet die jährliche Konferenz der War Resisters International (kurz: WRI) statt.
Diese sind erfahrungsgemäß immer ein interessantes und spannendes globale Vernetzungs- und Weiterbildungstreffen vieler „grassroot“ (=> aktivistennaher) Organisationen. Diese eint das sie sich alle gegen Krieg und bewaffnete Konflikte stark machen.
Die 2022er Konferenz (siehe Reisebericht „2022 Future Without War„) resultierte in einer Kooperation mit Connection e.V. (mehr dazu >im Aktionsbericht<) und einem Jugendaustausch ab September 2023 mit der belarussischen Friedensorganisation Nash Dom (mehr Infos und Anmeldung dazu >hier< möglich).
Da die Teilnahme somit mega effizient war wollen wir auch im Juni 2023 gemeinsam uns bei der Delegation des DFG-VK WRI-Abgesandten, und gleichzeitig U35-Mitglieds 😉 , nach London als U35-Netzwerk (unter 35 Jährige) und der Antimilitaristischen Aktion Berlin (AMAB) beteiligen.
Mehr Infos zum genauen Ablauf gibt’s auf der Webseite unserer Berliner Gruppe 🙂 https://amab.blackblogs.org/2023/06/05/wir-fahren-nach-london-zur-wri/#more-1395
Wenn ihr Lust habt mitzukommen füllt einfach das untenstehende Kontaktformular aus damit wir Bescheid wissen und euch in unsere Planungstreffen einbinden können 🙂
Es sind nun bald zwei Monate verstrichen und der Krieg in Sudan tobt weiter – größere Aufmerksamkeit erhält er aber hierzulande nicht. Deshalb wollen wir vom U35-Netzwerk der DFG-VK am Dienstag, den 6.6. um 18 Uhr im Kiezraum auf dem Dragonerareal (und per Zoom im Internet) mehr über die Lage in Sudan erfahren. Aktivist*innen von Bana Group for Peace and Development, Sudan informieren über das Kriegsgeschehen, die unterschiedlichen Akteure und die humanitäre Versorgung.
Wir wollen die Entstehung des Krieges besprechen, diskutieren, welche gewaltfreien und demokratischen Entwicklungen dadurch erneut außerhalb der Sichtbarkeit gedrängt werden, und wie sich das auf die Zivilgesellschaft in Sudan auswirkt. Gleichermaßen wollen wir uns aber auch mit der Verstrickung internationaler Akteure, insbesondere der EU und Deutschland beschäftigen, und Möglichkeiten der Solidarität gemeinsam diskutieren.
Barrieren?
– Die Veranstaltung findet auf deutsch und englisch statt
– Erdgeschoss
– breite Türen, aber nicht zum Sanitärbereich (ebenfalls Erdgeschoss)
– Schlaglöcher am Zugangsweg
Eintritt?
Nö. Wir freuen uns auf euch!
Außerdem zum Mitmachen: Kundgebung zum Jahrestag der Proteste, 3.6.23
Am 3.6. ruft ein Bündnis sudanesischer Exilcommunities zu einem großen Protest gegen den Krieg im Sudan in Erinnerung an den 3. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der gewaltfreien Revolution von 2018-2019 in Berlin auf. Wir unterstützen den Aufruf und freuen uns wenn möglichst viele von euch zwischen 14 und 19 Uhr auf dem Tempelhofer Feld dabei sind -> amab@riseup.net
English version: War of the Generals – Society in Protest. Report and discussion on the situation in Sudan
Almost two months have passed and the war in Sudan is still raging – but it is still not receiving much attention in Germany. An alliance of Sudanese exile communities is calling for a large protest against the war on the 3.6 in Berlin. They planned the protest in commemoration of the 3rd anniversary of the bloody suppression of the Sudanese non-violent revolution between 2018-2019. We support this call and would be happy if as many of you as possible came to the Tempelhofer Feld between 2 and 7 pm on the 3.6.
On Tuesday 6.6 at 6pm we want to understand more about the situation in Sudan, the war, the different players and humanitarian care in the area. We plan to discuss the origins of the war, what non-violent and democratic developments are once again being pushed out of visibility and how this is affecting civil society in Sudan.
We also want to look at the involvement of international players, especially the EU and Germany, and how they have contributed to the war. Additionally we will discuss possibilities for future solidarity.
Therefore, we are looking forward to a discussion with activists from Bana Group for Peace and Development, Sudan.
Anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte (10. Dezember) waren wir heute mit Connection e. V ., der DFG-VK und mehreren anderen Organisationen stressen vor der Europäischen Kommission in Berlin (ja, die haben Unter den Linden ein Büro 😉 ). Wir forderten: Asyl für Kriegsdienstverweiger aus Russland, Belarus und der Ukraine!
„Hunderttausende haben sich den Kämpfen in der Ukraine entzogen“, so Rudi Friedrich vom Kriegsdienstverweigerungs-Netzwerk Connection e.V. „Auf der Seite Russlands und Belarus wollen sie sich nicht an einem Angriffskrieg beteiligen. Auf der Seite der Ukraine entziehen sie sich dem Zwang zum Kriegsdienst.“
Mit dabei war das übergroße aufblasbare zerbrochene Gewehr der DFG-VK, Olga Karatch von der belarussischen Organisation Nash Dom (Our House) und Kyrill aus der Ukraine. Olga forderte die EU auf eine zweite Front zu verhindern und Wehrflüchtige aus Belarus und Russland einfach und umkompliziert aufzunehmen. Kyrill berichtete, wie die ukrainische Regierung das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung einschränkt, und appelierte an die EU, auch hier etwas zu tun.
„Angesichts des Krieges in der Ukraine brauchen wir eine klare Zusage der deutschen Bundesregierung und der europäischen Institutionen“, so Rudi Friedrich, „dass bei Desertion und ausdrücklich auch bei Militärdienstentziehung in Russland Flüchtlingsschutz garantiert wird. Bislang sollen nur Deserteure und Oppositionelle aus Russland geschützt werden. Militärdienstentzieher sind von den Schutzversprechen jedoch ausdrücklich ausgenommen. Ein echter Schutz für alle, die sich dem Krieg verweigern, ist schon lange überfällig.“
Die Ukraine hat das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ausgesetzt und die Grenze für Männer zwischen 18 und 60 Jahren geschlossen. Mehr als 140.000 Männer haben sich der Kriegsbeteiligung in der Ukraine entzogen und sind ins Ausland geflohen. Derzeit haben ukrainische Staatsbürger einen befristeten Aufenthalt in der Europäischen Union. In der Ukraine wurden bereits mehrere Kriegsdienstverweigerer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
„Es sind diejenigen die sich dem Krieg entziehen. Es sind diejenigen, die mit ihrer eigenen Entscheidung „Nein“ zum Krieg sagen, das Töten beenden wollen. Und deswegen sagen wir: sie brauchen wirklich Schutz und Asyl! Deshalb setzen wir uns für sie ein. Die europäische Kommission lehnt das bisher ab. Es gibt für russische Verweigerer kaum Unterstützung und das ist unbedingt notwendig das hier etwas passiert, eine Änderung entsteht. Es tatsächlich eine Unterstützung derjeniger gibt die sich gegen den Krieg wenden.
In der Ukraine werden Kriegsdienstverweigerer verfolgt. Auch das ist nicht zu akzeptieren! Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht – auch gerade im Krieg! Und auch hier muss die europäische Union aktiv werden und die Ukraine zwingen das die Kriegsdienstverweigerung auch wirklich als Menschenrecht anerkannt wird. Für all dies standen wir in Berlin und haben dies von der europäischen Kommission eingefordert! Wir hoffen das dies auch Wirkung zeigt und das sich Veränderungen dahingehend entwickeln – das die Menschen wirklich Unterstützung bekommen!“ – Rudi Friedrich vom Kriegsdienstverweigerungs-Netzwerk Connection e.V.
Es nahmen ungefähr 40 Leute von uns, der DFG-VK, den Naturfreunden, IPPNW und weiteren Organisationen teil. Vielen Dank fürs Kommen und Mitmachen! Zum Ende des Aktionstags warf Rudi noch die Forderungen von Connection e. V. bei der EU-Kommission ein. Mal gucken, ob wer antwortet 🙂
Mehr Infos zur Petition von Connection e. V. für einfacheres Asyl für Kriegsvermeider*innen: