„War Resisters Welcome!“ Mitmachen bei Adbusting-Aktion?

Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte. Dieses Datum wollen wir nutzen, um in vielen Städten mit selbst gebastelten Plakaten für Asyl für Kriegsdienstverweiger*innen zu protestieren. Dazu haben wir mit Farbe und Papier selber Plakate erstellt. Diese sind grün wie Notausgangsschilder. Sie haben auch die typische weiße Tür, den Pfeil und das menschliche Piktogramm. Doch das Piktogramm hat einen Stahlhelm und ein Gewehr vor dem Notausgang fallen gelassen. Dazu steht auf dem Poster weiß auf Grün der Slogan „War Resisters Welcome!“ Wie Du mitmachen kannst, erfährst Du hier:

Asyl für Kriegsdienstverweigerer*innen

Ohne Soldat*innen können Diktaturen keine Kriege führen. Deswegen ist Asyl für Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen so wichtig. Aber entgegen vollmundiger Ankündigungen will die Bundesregierung diese Leute aus Russland und Belarus lieber schnell wieder los sein. Nur etwas weniger als 100 russische Deserteur*innen, Kriegsdienstverweiger*innen und vor der Einberufung Geflüchtete hat die Bundesregierung bisher anerkannt!

Aufmerksamkeit schaffen mit Adbusting

Adbusting, also das Kapern von Werbevitrinen, ist eine sehr gute Möglichkeit, um einem politischem Thema Raum in der Öffentlichkeit zu verschaffen. Und das ist nicht einmal verboten: Die Staatsanwaltschaft Berlin findet, dass das Öffnen und Hineinhängen eigener Poster nicht strafbar sei. Wir wollen mit selbst gebastelten Postern in Werbevitrinen im öffentlichen Raum Asyl für Kriegsdienstverweiger*innen fordern.

Mitmachen?

Du und deine Gruppe wollen gerne mitmachen, habt aber noch keine Erfahrung mit Adbusting? Keine Bange, dann könnt ihr das bei uns lernen! Denn wir haben das Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten!“ vorbereitet. Es findet in Berlin vom Freitag, den 4. bis Sonntag, den 6. Dezember statt. Das genaue Programm findet ihr hier:  

Schon Erfahrung?  

Ihr habt schon Erfahrung mit Adbusting? Super, schreibt uns an antimil_aktionsnetzwerk@riseup.net Dann können wir gemeinsam Absprachen treffen, wie die Poster zu euch kommen. Bitte sendet uns nach der Aktion schicke Bilder der Poster in den gekaperten Werbevitrinen in eurer Stadt zu. Macht die Fotos bitte in einem horizontalen Format. Bitte fotografiert die Bilder so, dass man die Slogans lesen kann. Und bitte gerne vor einem Gebäude oder einer Straßenszene, die symbolisch für eure Stadt ist. Bitte überlegt auch, ob ihr nicht an unserem Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten“!“ in Berlin vom Freitag, den 4. Dezember bis Sonntag, den 6. Dezember teilnehmen möchtet. Eure Erfahrung und euer Wissen ist sicher wertvoll! Das genaue Programm findet ihr hier:  

Repression?

Doch, Adbusting gibt Ärger. Es hat sich in den letzten zehn Jahren dank wehrhafter Soli-Arbeit zwar einiges getan. Damals beschäfftigte sich das Terrorabwehrzentrum GETZ vier Mal mit Adbusting, der Bundesverfassungsschutz warnte in seinem jährlichen Bericht für 2018  vor Adbusting als Gefahr für die Republik und die Berliner Cops traten 2017 und 2018 verzweifelt allem und jedem, den sie mit Adbusting in Verbindung bringen konnten, die Tür ein. Das hat sich geändert: Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2023 Hausdurchsuchungen wegen Adbusting für illegal. In Berlin werden Verfahren wegen Adbusting seit 2020 eingestellt, wenn beim Aufhängen eigener selbst produzierter Plakate nichts geklaut oder kaputt gemacht wurde. Das Ordnungsamt Tübingen versuchte es 2025 erfolglos mit der Behauptung einer Ordnungswidrigkeit. In Schwerin gab es 2026 sogar einen Freispruch. 

Oldenburg?

Doch In Oldenburg ging die Staatsanwaltschaft gerade mit einer Hausdurchsuchung gegen selbst gedruckte Adbustings vor. Auf Urteile aus Karlsruhe scheißen sei dort „übliches Vorgehen“, sagt die Staatsanwaltschaft.

Guten Chancen

Wir denken, dass man angesichts der juristischen Lage gute Chancen hat, auch in Oldenburg aus Ärger wieder rauszukommen, wenn wir uns anschließend gemeinsam kollektiv angemessen gegen Repression wehren. Aber klar: Erfolgreicher Protest führt im demokratischen Rechtstaat erstmal zu Repression und viel Arbeit; das muss jedem klar sein, der/die sich auf diese Weise politisch engagiert. Auch deswegen haben wir beim Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten“!“ einen Schwerpunkt zu „Solidarität“ vorbereitet. 

Quiz-Frage: Wann findet das Skillshare statt? Genau! In Berlin vom Freitag, den 4. bis Sonntag, den 6. Dezember. Das genaue Programm findet ihr hier:

Wie kann man mitmachen?

Also wenn Du und deine Gruppe bei der Adbusting-Aktion „War Resisters Welcome!“ mitmachen wollen, schreibt uns eine Mail an antimil_aktionsnetzwerk@riseup.net

Was? 

Bundesweite Adbusting-Aktion „War Resisters Welcome!“

Wann? 

Donnerstag, 10.12.2026, dem Tag der Menschenrechte (oder kurz danach oder davor, wie ihr euch Zeit nehmen könnt).

Wo?

In allen Städten wo Leute mitmachen!

Anmelden?

antimil_aktionsnetzwerk@riseup.net

Mehr Infos:  

Skillshare „Bundeswehr-Werbung busten!“

Was ist das Antimilitaristische Aktionsnetzwerk (a2n)?

Infos zur politischen Situation rund um Asyl für Kriegsdienstverweigerer*innen:  

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