Wegen angeblicher Beleidigung des Militärs stehen am 10. März um 13:30 Uhr in Schwerin zwei Menschen vor Gericht. Der Anlass: Letztes Jahr kritisierten Antimilitaris*tinnen auf satirischen Plakaten im Bundeswehr-Design die rechtsextremen Netzwerke im Militär und in den Veteranenverbänden.
Wegen angeblicher Beleidigung des Militärs stehen am 10. März um 13:30 Uhr in Schwerin zwei Menschen vor Gericht. Der Anlass: Letztes Jahr kritisierten Antimilitaris*tinnen auf satirischen Plakaten im Bundeswehr-Design die rechtsextremen Netzwerke im Militär und in den Veteranenverbänden. Was in Demokratien eigentlich eine selbstverständlich erlaubte Meinungsäußerung sein sollte, hält die Staatsanwaltschaft Schwerin für eine „Beleidigung“. Kai N. Krieger, Sprecher*in des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerks, das die Plakate zur Verfügung stellte, sagt dazu: „Wir freuen uns, dass unsere Plakate so viel Aufmerksamkeit bekommen. Aber statt die beleidigte Leberwurst zu spielen und unschuldige Leute zu verknacken, könnten staatliche Institutionen die Kritik auch ruhig mal annehmen!“
Wegen angeblicher Beleidigung des Militärs stehen am 10. März zwei Menschen um 13.30 Uhr vor Gericht.
Das Verfahren steht im Zusammenhang mit dem bundesweiten Adbusting-Protest gegen den Veteranentag im letzten Jahr. Antimilitaristinnen hängten Poster im Bundeswehr-Design in Werbevitrinen. Darauf standen sprüche wie: „Abhängen mit Nazi-Preppern? Nein zum Veteranentag!“. Die Aktion kritisierte damit, dass das Militär und insbesondere die Veteranen- und Reservistenverbände immer wieder mit rechtem Terror Schlagzeilen machen.
Die Jugendorganisation der Friedensgesellschaft DFG-VK desertiert – aus dem eigenen Verband! Statt für den erneuten bundesweiten Schulstreik zu mobilisieren, verabschiedete sich das Jugendnetzwerk jetzt aus der Friedensgesellschaft: Mit einer bundesweiten Adbusting-Aktion in ihren Hochburgen. Die Antimilitarist*innen zeigen mit ihrer Aktion Missstände innerhalb der DFG-VK auf, die aktuell bei den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht neue junge Leute sucht.Ihr Vorwurf auf den Plakaten im Design der DFG-VK: „Antisemitismus? Für die DFG VK kein Problem!“ Kai N. Krieger, Sprecher*in der Gruppe erklärte: „Wir wollen uns gegen Militarisierung einsetzen ohne dabei Antisemitismus, Rassismus oder Sexismus ertragen zu müssen! Deshalb gründen wir jetzt das Antimilitaristische Aktionsnetzwerk (A2N).“
Rest In Peace, Friedensgesellschaft DFG-VK? Die ohnehin völlig überalterte Organisation verliert nun auch noch ihr Jugendnetzwerk. Denn das Netzwerk desertiert aus der DFG-VK und gründet sich als „Antimilitaristisches Aktionsnetzwerk (a2n)“ neu. Für die Kritik an Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Putin-Propaganda in der Friedensbewegung erfuhren die jungen Menschen stumpfe Abwehrreaktionen und jede Menge Hass. Nur im Berliner Landesverband hatten junge Menschen strukturell etwas zu sagen. Doch wegen dessen Kritik an Antisemitismus hat der Bundesverband den gesamten Berliner Vorstand rausgeschmissen. „Damit reicht es uns“, erklären nun Mitglieder des Jugendnetzwerks hier exklusiv im Interview: „Für emanzipatorische Friedensarbeit ist in der DFG-VK kein Platz. Dann machen wir sie halt außerhalb!“
Die Vereinigung für Vernetzung und Partizipation e. V. aus Berlin organisiert eine Reise nach Helsinki in Finnland. Vom Freitag, den 18. September bis zum Mittwoch, den 30. September 2026. In Helsinki findet die Jugendbegegnung „European Youth Peace Week“ statt. Die Jugendbegegnung wird von der EU gefördert. Es nehmen etwa 40 junge Menschen aus Finnland, Belarus und Deutschland und Begleitpersonen teil. Höhepunkt der „European Peace Week wird eine Performance im öffentlichen Raum im Regierungsviertel von Helsinki, um Aufmerksamkeit auf das Menschenrecht auf Asyl für Kriegsdienstverweigerer zu lenken. Einige von uns fahren mit und es sind noch Plätze frei!
So hatten sich die drei extra angereisten Angestellten der Friedensgesellschaft DFG-VK die Berliner Mitgliederversammlung sicher nicht vorgestellt. Denn Mitglieder aus den Berliner Basisgruppen hatten eine deutliche Mehrheit gegenüber Unterstützerinnen des Bundesverbandes. In der Sitzung feierten die Berliner sich für ihre gelungenen Aktionen; sie sorgten dafür, dass ihr wegen Kritik an Antisemitismus ausgeschlossener Vorstand Rederecht bekam, entlasteten diesen und wählten ausschließlich Mitglieder aus ihren Reihen in den neuen Vorstand. „Aus der Perspektive des Bundesvorstandes endetet ihr Putschversuch mit einem Desaster!“, freut sich Toni Schmitz, Sprecherin der zwei aktuell klagenden ausgeschlossenen Berliner Vorstandsmitglieder.
Ob neue Leute kennen lernen oder alte Bekannte treffen; ob Netzwerken oder neu beginnen; ob Strateg*in oder aktionsorientiert: Wenn du die Bundeswehr genauso wenig magst wie rechtsoffene und antisemitische „Friedens“-Bündnisse: Komm vorbei! Denn vom Freitag den 29. bis zum Sonntag den 31. Mai ist in Stuttgart unser Rebellisches Zusammenkommen: Das Halbjahres-Treffen des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerkes (a2n).
Am 15.6.2025 war Veteranentag. Den haben wir mit Plakat-Aktionen in 18 Städten und 12 Bundesländern zum „Nazipreppertag“ umgedeutet. Doch was kostet eigentlich so eine bundesweite Aktion? Wir wollen Transparenz schaffen. Daher veröffentlichen wir hier unsere Einnahmen und Ausgaben für unsere Protestaktion zum Veteranentag.