Kategorie: U35-Vernetzungstreffen

  • 03.10.-05.10. Rebellisches Zusammenkommen: Halbjahres-Treffen des Antimilitaristischen  Aktionsnetzwerks 

    Ob neue Leute kennen lernen oder alte Bekannte treffen; ob Netzwerken  oder neu beginnen; ob Stratege oder aktionsorientiert: Wenn du die Bundeswehr genauso wenig magst wie rechtsoffene und antisemitische „Friedens“bündnisse: Komm vorbei! Denn vom 3. bis 5. Oktober ist in Berlin ein Rebellisches Zusammenkommen:  Das Halbjahres-Treffen des Antimilitaristischen Aktionsnetzwerkes.

    (mehr …)
  • 2024 Tag der Bundeswehr: Unsere gesammelten Erlebnisse am Gletscher

    „Zug-Spitze!“ Kein Tag der Bundeswehr nirgendwo! Deshalb war das Jugend-Netzwerk der DFG-VK zusammen mit der Antimilitaristische Aktion Berlin in Bayern. In Mittenwald wollte die Bundeswehr sich selbst feiern. Zusätzlich zum Tag der Bundeswehr (6.Juni) sollte dort eine Reservistenmeisterschaft stattfinden. Da wollten wir stören: Mit einer Aktion am Gletscher auf der Zugspitze. Dort haben wir gegen Aufrüstung und für mehr Klimaschutz und Seenotrettung protestiert. Hier die gesammelten Erlebnisberichte:

    (mehr …)
  • 2023 U35-Vernetzungstreffen in Kassel

    2023 U35-Vernetzungstreffen in Kassel

    Zum Ende des Jahres trafen wir uns in Hemen bei Kassel auf dem berg Hohen Meißner um unsere Planungen fürs nächste Jahr zu beginnen. Auf dem Weg dahin haben wir Orte mit lustigen Namen kennen gelernt, Kulturschocks erlebt und schöne Ausblicke auf Landschaft und Dörfer bewundert. Wir haben Anträge geschrieben, sind spazieren gegangen und haben uns mit Sozialer Verteidigung und Waffenlieferung beschäftigt. Ein Erlebnisbericht:

    Kulturschocks
    Gleich nach unserer Ankunft in Eschwege (kurz hinter Göttingen) mussten wir unsere ersten zwei Kulturschocks erleben. Erstens: Es gibt ein Essverbot in Bussen. Das Essverbot im Bus wird doch tatsächlich durch die fahrende Person durchgesetzt (Frechheit an dieser Stelle, wo betrinken sich denn die Leute, wenn nicht mit Wegbier im Nahverkehr?). Dadurch mussten wir den zweiten Kulturschock auf nüchternen Magen ertragen:

    „Ich besuch deine Mutter!“
    Zweiter Kulturschock: Kinder werden hier recht ernst genommen. Durch den gesamten Bus brüllend debattierte ein etwa vier Jahre altes Kind mit dem*der Busfahrer*in Stefan (die Leute kennen sich mit Vornamen!) darüber, wer hier eigentlich besser den Bus fahren sollte. Drohungen der beiden, die jeweils andere Mutter in den Konflikt zu involvieren, liefen ins Leere, weil beide jeweils gegenseitig wussten, wo der andere wohnt. Derart eingeschüchtert wagten wir wilden und aufmüpfigen Städter*innen es erst recht nicht, gegen das Konsumverbot zu verstoßen.

    Attraktionen
    Die Lokalattraktion des Meißners sind zwei Funktürme einer ehemals amerikanischen Militärbasis (haben wir ebenfalls im Nahverkehr gelernt). Diese haben wir leider aufgrund des dichten Nebels und der Dunkelheit nicht zu sehen bekommen :/. Dafür war unsere Nachbarschaft recht gut informiert: Team Stuttgart tauchte erst am Samstag auf, die Fahrerin vom Anrufsammeltaxi riet gleich richtig: „Ach, Sie wollen zu den Berliner*innen!“

    Anträge schreiben
    Nach unserer Ankunft im historischen Bergbauamt im Schwalbenthal ging es nach bzw. während des Abendessens direkt los, Gelder zu planen und Finanzanträge für den kommenden Bundesausschuss der DFG-VK zu schreiben. Diese wurden fristgerecht 12 Minuten vor Mitternacht eingereicht.

    Samstag
    Der Tag begann mit einem überwältigenden Ausblick über die Dörfer im Tal und die umliegende Landschaft, allerdings war diese Aussicht aufgrund des aufziehenden Nebels nur von kurzer Dauer. Nach einer übergrossen Menge Kaffee aufgrund der eher kurzen Nacht, haben wir den Samstag dann mit einem Überblick zu den Strukturen und verschiedenen Gremien innerhalb der DVGvK gestartet. Weiter gings mit einer inhaltlichen Diskussion zur Zukunft der U35 Gruppe innerhalb der DFG-VK.

    Da den ganzen Vormittag über fleißig gesnackt wurde, haben wir uns dazu entschieden vor dem Mittagessen den Berg zu erkunden und schafften es auch tatsächlich vor Beginn des Regens zurück zu sein. Anschließend haben wir uns doch noch über die Kürbissuppe hergemacht.

    Sozialer Angriff?
    In einem Workshop haben wir das Konzept der sozialen Verteidigung kennengelernt. In der anschließenden Diskussion haben wir festgestellt, dass wir „Soziale Verteidigung“ gerne mit einer offensiven Komponente zu „Sozialem Widerstand“ erweitern würden. Darunter verstehen wir die praktische Anwendung von Sozialer Verteidigung um gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen oder, im Falle eines Angriffs, vorzubeugen.

    Samstag
    Der Tag begann mit einem überwältigenden Ausblick über die Dörfer im Tal und die umliegende Landschaft, allerdings war diese Aussicht aufgrund des aufziehenden Nebels nur von kurzer Dauer. Nach einer übergrossen Menge Kaffee aufgrund der eher kurzen Nacht, haben wir den Samstag dann mit einem Überblick zu den Strukturen und verschiedenen Gremien innerhalb der DVG-VK gestartet. Weiter gings mit einer inhaltlichen Diskussion zur Zukunft der U35 Gruppe innerhalb der DFG-VK.

    Da den ganzen Vormittag über fleißig gesnackt wurde, haben wir uns dazu entschieden vor dem Mittagessen den Berg zu erkunden und schafften es auch tatsächlich vor Beginn des Regens zurück zu sein. Anschließend haben wir uns doch noch über die Kürbissuppe hergemacht.

    Sozialer Angriff?
    In einem Workshop haben wir das Konzept der sozialen Verteidigung kennengelernt. In der anschließenden Diskussion haben wir festgestellt, dass wir „Soziale Verteidigung“ gerne mit einer offensiven Komponente zu „Sozialem Widerstand“ erweitern würden. Darunter verstehen wir die praktische Anwendung von Sozialer Verteidigung um gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen oder, im Falle eines Angriffs, vorzubeugen.

    Sonntag
    Aufgrund unserer Abreisezeiten blieb uns am Sonntag neben Frühstück, Aufräumen und Mittagessen leider nicht viel Zeit. Wir haben sie dennoch genutzt, um ein weiteres Mal über unsere politischen Weltbeherrschungs-Pläne, etwa in Bezug auf Waffenlieferungen aus Deutschland nach Russland zu sprechen und wie wir diese in einer breiten Öffentlichkeit problematisieren können.

    Beweisfotos vom Aufräumen

    Die anschließende Rückfahrt verlief ohne große Probleme, bis auf die kaum nennenswerte 60 minütige Verspätung des ICEs, sodass wir uns am Abend wieder in die, im direkten Vergleich zu den Bussen in Hessisch-Sibirien, sehr ruhigen Berliner Bahnen setzen konnten.

    Danke!
    Außerdem möchten wir uns an dieser Stelle bedanken. Vielen Dank an an die Kommune Hemen* im alten Bergbauamt, dass wir eure Räume nutzen und bei euch übernachten durften! Danke an alle Menschen die gekocht haben, das Essen war ein Highlight des Wochenendes!

  • 2022 Retten statt Rüsten! Aktionswochenende in Berlin

    Jugendnetzwerk verkündet 100 Milliarden bessere Ideen für 100 000 000 000 € vorm Kanzler:innenamt: Seenotrettung und Klimaschutz sind mehr Geld wert als die Bundeswehr.Asyl für Kriegsdienstverweiger:innen und Bleiberecht für Alle statt Investitionen in Militär, von der ausschließlich die Rüstungsindustrie profitiert. – Starke Bilder und ein starkes Netzwerk.

    Besser kann unsere Botschaft nicht platziert sein als direkt vor dem Bürogebäude des Menschen, der große Stimmgewalt bezüglich unserer Forderung hat. „Retten statt Rüsten“ fordern wir, das U35-Netzwerk der DFG-VK und die antimilitaristische Aktion Berlin (amab), zum bundesweiten Aktionstag am 19. November vorm Bundeskanzler:innenamt. Umrahmt war die Aktion von einem Workshopwochenende.

    Auftakt
    Das Wochenende begann am Freitagabend mit einer gemütlichen Kennenlernrunde und der Vorstellung und ausführlicher Diskussion einer Awareness-Strategie für die nächsten Tage. Denn wir hoffen, dass sich alle willkommen und gut aufgehoben fühlen. Nach köstlichem Abendessen üben wir diskutieren und argumentieren zum 100 Milliarden Paket mit ein paar harten Zahlen über verwendete Geldmittel für verschiedene Zwecke im Bundeshaushalt. Die erprobten Gesprächsstrategien helfen bestimmt nicht nur bei der Aktion am nächsten Tag, son­dern vielleicht auch in Alltagsgesprächen über Abrüstung und Antimilitarismus.

    Die Aktion
    Samstagmorgen: Die letzten Aufgaben werden verteilt und ein weißer Transporter fährt vorm Bundeskanzler:innenamt vor, beladen mit Equipment, dass wirklich nicht hochseetauglich ist. Nachdem die überraschend schwere Rettungsinsel vor dem Zaun des Kanzler:innenamts ange­kommen ist, muss Luft hinein. Normalerweise werden bei Wasserkontakt Gaskartuschen ausgelöst, die die Rettungsinsel mit Luft füllen, sodass sie die Schiffbrüchigen über Wasser hält. Weil wir diese Kartuschen nicht vorm Bundeskanzler:innenamt aufknallen lassen wollten um weder uns noch den Kanzler oder die Polizei zu erschrecken, wurde die Rettungsinsel mit einem glücklicherweise spontan ausleihbaren Laubbläser bepustet.

    Nach Verbrauch allen Stroms befand sie sich in einem nur möglicherweise schwimmbaren Zustand, den Schlauchboote auf dem Mittelmeer erschreckend ähnlich. Ob jene Gaskartuschen bei Wasserkontakt die Gummischale tatsächlich zum Schwimmen befähigen, wissen wir nun genau so wenig, wie es fliehende Menschen vor Antritt ihrer viel zu oft tödlichen Reise über ihr Schwimmgefährt wissen. Zwölf Rettungswesten für eine Rettungsinsel, die für bis zu 60 Personen ausgelegt ist, ist wahrscheinlich auch eine realistische Quote.

    Forderungen

    Rettung verdient mehr Geld als Rüstung; eigentlich einfach menschlich. Sichere Fluchtwege, ein Bleiberecht für alle, egal vor welchem Krieg oder welchen anderen Krisen oder Katastro­phen sie fliehen, sollte mehr Geld wert sein als eine Überfinanzierung der Bundeswehr von der letztlich keine:r profitiert außer der Rüstungsindustrie, nicht mal die Ukraine.

    Der dortige Krieg dient zwar als Begründung für diesen enormen Geldbatzen für die auch noch marode Bundes­wehr doch auch Ukrainer:innen, Menschen aus Russland und Belarus oder anderen von diesem Krieg Betroffene würden von einem leichteren Asylverfahren, einem gesicherten Bleiberecht in Deutschland mehr profitieren als von gesamteuropäischer Aufrüstung. Fliehende, die über das Mittelmeer müssen, leiden unter Frontex und der sogenannten lybischen Küstenwache. Hier fließen die Milliarden hin.

    Auch die zivile Seenotrettung hat mit eben denen zu kämpfen. Wa­rum gibt es eigentlich nur „zivile“ Seenotrettung? Wie viele Milliarden bräuchte eine staatliche Seenotrettung, die wirklich rettet?

    Gespräche mit Passant*innen

    Den wenigen vorbeihastenden Passant:innen versuchen wir das zu erzählen. Wofür würden Sie 100 Milliarden ausgeben? Einige hören sich, auch wenn in Eile, gerne an wie diese 100 000 000 000 € besser investiert werden können, wie gruslig wenig Geld in Klimaschutz gesteckt wird, während das Militär solche Summen erhält. Ist doch die Klimakrise eigentlich in aller Munde, gerade im von „Klimaklebern“ aufgewühlten Berlin. Keine:r, der durch die Kälte, eisigen Wind und Schnee wirklich nicht zum stehenbleiben eingeladenen Passant:innen, würde unsere Forderung nach Seenotrettung kritisieren doch Kritik an Aufrüstung oder überhaupt der Bundeswehr geht einigen zu weit. Wie sollen wir uns denn gegen einen Angriff wehren? – Wir bieten auch Flyer zu sozialer Verteidigung an, vielleicht liest sie ja der eine oder die andere später im Warmen.

    Fight Friedensschwurbel

    Unsere Botschaft wird geteilt von der Naturfreundejugend Berlin und der antiverschwurbelten Aktion. Letztere bringt in ihrer Rede ein großes Problem der Friedensbewegung glänzend auf den Punkt: Zu viele Menschen aus der Friedensbewegung grenzen sich nicht nach rechts ab, teilen Meinungen von Verschwörungstheoretikern oder widersprechen diesen zumindest nicht. Das ist nicht gut für die Glaubwürdigkeit der Bewegung und nicht gut für die Werbung junger Menschen, besonders FLINTA*.

    Völlig durchgefroren packen wir nach ein paar Stunden die Insel und ihren Anhang ein, wärmen uns im Haus wieder auf, reflektieren die Aktion, das Wochenende, überlegen, wie es weiter gehen soll. Was machen wir als nächstes? Wie motivieren wir mehr junge Menschen mitzuma­chen? Kommt einfach – wir haben schon Pläne, die euch begeistern werden!

    Medienberichte

    Im Nachgang der Aktion gibt es einen Artikel in der Zeitung „Neues Deutschland“, einen Vi­deobeitrag von „laut-werden“, die große Nachrichtenagentur AFP war dabei. Neben dem eher mauen, aber eigentlich auch nicht erwarteten, Publikumsverkehr gibt es also ein schönes Medienecho und natürlich starke Bilder. Wir haben Menschen erreicht, manche denken sicher über unsere Forderung nach. Wir haben uns weiter vernetzt und motiviert, tragen diese Motivation und un­sere Forderungen in unsere verschiedenen Wohnorte, um zum nächsten Mal mehr zu werden.

    Clara Trommer, DFG-VK-Mitglied und unter 35 Jahre alt. Ursprünglich erschien der Text in der Zivilcourage in der Dezember-Ausgabe 2022.

    Berlin, 18. bis 20. November 2022

  • 2022 U35-Vernetzungstreffen in Stuttgart

    2022 U35-Vernetzungstreffen in Stuttgart

    Beim Sommer-Vernetzungstreffen wollten wir unseren Horizont auf Konflikte erweitern, die sonst leider kaum Aufmerksamkeit in der deutschen Friedensbewegung bekommen, da es sich um lokale Konflikte in afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Ländern handelt.

    Um dieses Thema über das ganze Wochenende im Gespräch zu haben starteten wir Freitags direkt mit einem passenden Übersichtsvortrag. Mit „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“ brachte Pablo von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) uns einen dieser Konflikte und die europäische Außenpolitik dahingehend interaktiv auf Karten und mit vielen Bildern und Grafiken näher.

    Samstagmorgen wies uns der Historiker Thomas Tews beim Workshop “Von der deutschen Friedensbewegung übersehene Konflikte in Afrika” auf diverse bewaffnete Konflikte in afrikanischen Ländern als auch die Gründe für die Entstehung dieser hin.

    Am Tag darauf (Samstag) hatten wir Gelegenheit das dadurch gelernte Wissen direkt im Workshop „Kampagnenplanung“ in kleineren Gruppen anzuwenden. Neben verschiedenen Konzepten der Kampagnenplanung zu erlernen bekahmen wir nämlich die praktische Aufgabe mit diesen Kampagnenplanungskonzepten mögliche zukünftige Kampagnen, unter anderem zum Thema des Vorabends und Morgens, zu entwickeln.

    Um auch bisschen mehr von Stuttgart als den Hauptbahnhof (bzw. das große Loch von Stuttgart 21 😉 ) und das Haus in dem wir übernachteten zu sehen verbrachten wir den Nachmittag mit einem Stadtrundgang. Bei diesem lernten wir an diversen Stellen einerseits über die antimilitaristische Geschichte Stuttgarts als auch andererseits noch über die heutig bestehende Präsenz des Militärs und seinen unterstützenden wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen.
    Danach gings zurück ins Haus, wo wir uns gemeinsam bei der warmen Vokü/ Küfa (Essen zum Solipreis von Aktivisti für Aktivisti aus der Gegend) lokal weiter vernetzten.

    Da viele von uns jungen Aktivisti in der Friedensbewegung die Erfahrung gemacht haben das sich in dieser einiges tun muss, um diese attraktiver für uns junge Aktivisti aufzubauen, schlossen wir unser Wochenende am Sonntag mit einem Brainstorming zum Thema „Forderungen der Jungen an die Friedensbewegung“ ab.
    Dieses Konzept wollen wir bei den nächsten Wochenenden noch weiter ausbauen und dann mit möglichst vielen diversen Forderungen veröffentlichen, um die Friedensbewegung mehr für Themen wie Antisexismus, Geschlechtervielfalt, Nachhaltigkeit und Antirassismus zu sensibilisieren und somit für die Zukunft offener und konsequent antidiskriminierend aufzustellen.

    Stuttgart, 26. bis 28. August 2022

  • Workshop „Kampagnenplanung“

    Workshop „Kampagnenplanung“

    WannSamstag den 27.08.2022 um 12 Uhr
    OrtStuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
    Vortragende(r)Hauke Thoroe, DFG-VK Bundesverband

    Was ist eine Kampagne?
    Und wie plant man sie?
    Und wie formt das Denken in Kampagnen eine Organisation? (nicht nur zum Besten …)

    Klingt nach Oberchecker*innenkramm, wird oft auch so vermarktet (diskursive Herrschaftssicherung), geht allerdings anhand leicht zu erlernenden Methoden erstaunlich einfach!

    Anhand von Beispielen aus der Welt von Greenpeace und der DFG-VK lernen wir Methoden, um effektiv eine Kampagne zu planen. Dabei werfen wir anhand von praktischen Beispielen kritische Blicke auf die Nebenwirkungen dieser Organisationsmethoden.

    Ablauf:

    1. Vorstellung/Erwartungshaltung
    2. Was ist Campagning?
    3. Kampagnenplanung, SOSTAC und SMART
    4. Kritische Bemerkungen und Gelästere
    5. Übung
    6. Auswertung/Feedback
  • Vortrag „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“

    Vortrag „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“

    WannFreitag den 26.08.2022 um 18 Uhr
    OrtStuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
    Vortragende(r)Pablo, Informationsstelle Militarisierung (IMI)

    Die Migrationskontrolle ist ein grundlegendes deutsches und europäisches Interesse in der Afrikapolitik und wird als solches oft in Begründungen für bi- und multilaterale Finanzierungs-, Rüstungs und Ausbildungsprogrammen benannt. Für viele Machthaber in Nordafrika und im Sahel ist sie ein Mittel zum Zwecke besser ausgerüsteter Armeen, die ihre Macht nach innen und außen absichern.

    Einen ähnlichen Vorteil hat es, vom Westen bzw. globalen Norden als verlässlicher Partner gesehen zu werden. Die Wahrung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zählen da im Vergleich oft weniger.

    Der Vortrag stellt Rüstungs- und Ausbildungsprogramme der Sicherheitskräfte verschiedener Länder zwischen Marokko und dem Sudan vor, beschreibt deren spezifische Rolle in der Abwehr von Migration und zeigt wie dieser Ansatz oft eine nachhaltige Beseitigung von Fluchtursachen behindert, indem es diktatorische und autokratische Regimes mit kurzsichtigen und oft diskriminierenden Politiken stabilisiert.