Jede(r) jüngere Aktivist*in die/ der Lust hat. Mitgliedschaft in der DFG-VK ist dafür nicht erforderlich. Da wir nur begrenzt Plätze haben bitte melden wenn ihr gerne dabei wärt.
Einige von uns organisieren unter dem Motto „Menschenrechte in Zeiten des Krieges, Nachdenken über Demokratie und Asyl“ einen Austausch zwischen jungen Menschen, die aus Belarus geflohen sind, und jungen Menschen aus Deutschland, die sich für Menschenrechte, Asyl, Demokratie, Antimilitarismus, und deutsch-belarusische Vernetzung interessieren.
Wir werden eine Woche (4.-13. Oktober) gemeinsam in Berlin verbringen, uns austauschen, eine Aktion organisieren und mit Bundestagsabgeordneten sprechen. Gemeinsam wollen wir auf ein allgemeines Asylrecht für Kriegsdienstverweigerung pochen.
Das nächste Orga-Treffen für die Jugendbegegnung im Oktober wird am Montag den 4.9. um 19 Uhr online stattfinden. Den Link dafür bekommst du per Mail (vernetzungpartizipation@riseup.net).
Jede(r) jüngere Aktivist*in die/ der Lust hat. Mitgliedschaft in der DFG-VK ist dafür nicht erforderlich. Da wir nur begrenzt Plätze haben bitte melden wenn ihr gerne dabei wärt.
Im Juni 2023 findet die jährliche Konferenz der War Resisters International (kurz: WRI) statt.
Diese sind erfahrungsgemäß immer ein interessantes und spannendes globale Vernetzungs- und Weiterbildungstreffen vieler „grassroot“ (=> aktivistennaher) Organisationen. Diese eint das sie sich alle gegen Krieg und bewaffnete Konflikte stark machen.
Die 2022er Konferenz (siehe Reisebericht „2022 Future Without War„) resultierte in einer Kooperation mit Connection e.V. (mehr dazu >im Aktionsbericht<) und einem Jugendaustausch ab September 2023 mit der belarussischen Friedensorganisation Nash Dom (mehr Infos und Anmeldung dazu >hier< möglich).
Da die Teilnahme somit mega effizient war wollen wir auch im Juni 2023 gemeinsam uns bei der Delegation des DFG-VK WRI-Abgesandten, und gleichzeitig U35-Mitglieds 😉 , nach London als U35-Netzwerk (unter 35 Jährige) und der Antimilitaristischen Aktion Berlin (AMAB) beteiligen.
Mehr Infos zum genauen Ablauf gibt’s auf der Webseite unserer Berliner Gruppe 🙂 https://amab.blackblogs.org/2023/06/05/wir-fahren-nach-london-zur-wri/#more-1395
Wenn ihr Lust habt mitzukommen füllt einfach das untenstehende Kontaktformular aus damit wir Bescheid wissen und euch in unsere Planungstreffen einbinden können 🙂
[contact-form-7 id=“758″ title=“Anmeldeformular Teilnahme an externem Event“]
Jugendnetzwerk verkündet 100 Milliarden bessere Ideen für 100 000 000 000 € vorm Kanzler:innenamt: Seenotrettung und Klimaschutz sind mehr Geld wert als die Bundeswehr.Asyl für Kriegsdienstverweiger:innen und Bleiberecht für Alle statt Investitionen in Militär, von der ausschließlich die Rüstungsindustrie profitiert. – Starke Bilder und ein starkes Netzwerk.
Besser kann unsere Botschaft nicht platziert sein als direkt vor dem Bürogebäude des Menschen, der große Stimmgewalt bezüglich unserer Forderung hat. „Retten statt Rüsten“ fordern wir, das U35-Netzwerk der DFG-VK und die antimilitaristische Aktion Berlin (amab), zum bundesweiten Aktionstag am 19. November vorm Bundeskanzler:innenamt. Umrahmt war die Aktion von einem Workshopwochenende.
Auftakt Das Wochenende begann am Freitagabend mit einer gemütlichen Kennenlernrunde und der Vorstellung und ausführlicher Diskussion einer Awareness-Strategie für die nächsten Tage. Denn wir hoffen, dass sich alle willkommen und gut aufgehoben fühlen. Nach köstlichem Abendessen üben wir diskutieren und argumentieren zum 100 Milliarden Paket mit ein paar harten Zahlen über verwendete Geldmittel für verschiedene Zwecke im Bundeshaushalt. Die erprobten Gesprächsstrategien helfen bestimmt nicht nur bei der Aktion am nächsten Tag, sondern vielleicht auch in Alltagsgesprächen über Abrüstung und Antimilitarismus.
Die Aktion Samstagmorgen: Die letzten Aufgaben werden verteilt und ein weißer Transporter fährt vorm Bundeskanzler:innenamt vor, beladen mit Equipment, dass wirklich nicht hochseetauglich ist. Nachdem die überraschend schwere Rettungsinsel vor dem Zaun des Kanzler:innenamts angekommen ist, muss Luft hinein. Normalerweise werden bei Wasserkontakt Gaskartuschen ausgelöst, die die Rettungsinsel mit Luft füllen, sodass sie die Schiffbrüchigen über Wasser hält. Weil wir diese Kartuschen nicht vorm Bundeskanzler:innenamt aufknallen lassen wollten um weder uns noch den Kanzler oder die Polizei zu erschrecken, wurde die Rettungsinsel mit einem glücklicherweise spontan ausleihbaren Laubbläser bepustet.
Nach Verbrauch allen Stroms befand sie sich in einem nur möglicherweise schwimmbaren Zustand, den Schlauchboote auf dem Mittelmeer erschreckend ähnlich. Ob jene Gaskartuschen bei Wasserkontakt die Gummischale tatsächlich zum Schwimmen befähigen, wissen wir nun genau so wenig, wie es fliehende Menschen vor Antritt ihrer viel zu oft tödlichen Reise über ihr Schwimmgefährt wissen. Zwölf Rettungswesten für eine Rettungsinsel, die für bis zu 60 Personen ausgelegt ist, ist wahrscheinlich auch eine realistische Quote.
Forderungen
Rettung verdient mehr Geld als Rüstung; eigentlich einfach menschlich. Sichere Fluchtwege, ein Bleiberecht für alle, egal vor welchem Krieg oder welchen anderen Krisen oder Katastrophen sie fliehen, sollte mehr Geld wert sein als eine Überfinanzierung der Bundeswehr von der letztlich keine:r profitiert außer der Rüstungsindustrie, nicht mal die Ukraine.
Der dortige Krieg dient zwar als Begründung für diesen enormen Geldbatzen für die auch noch marode Bundeswehr doch auch Ukrainer:innen, Menschen aus Russland und Belarus oder anderen von diesem Krieg Betroffene würden von einem leichteren Asylverfahren, einem gesicherten Bleiberecht in Deutschland mehr profitieren als von gesamteuropäischer Aufrüstung. Fliehende, die über das Mittelmeer müssen, leiden unter Frontex und der sogenannten lybischen Küstenwache. Hier fließen die Milliarden hin.
Auch die zivile Seenotrettung hat mit eben denen zu kämpfen. Warum gibt es eigentlich nur „zivile“ Seenotrettung? Wie viele Milliarden bräuchte eine staatliche Seenotrettung, die wirklich rettet?
Gespräche mit Passant*innen
Den wenigen vorbeihastenden Passant:innen versuchen wir das zu erzählen. Wofür würden Sie 100 Milliarden ausgeben? Einige hören sich, auch wenn in Eile, gerne an wie diese 100 000 000 000 € besser investiert werden können, wie gruslig wenig Geld in Klimaschutz gesteckt wird, während das Militär solche Summen erhält. Ist doch die Klimakrise eigentlich in aller Munde, gerade im von „Klimaklebern“ aufgewühlten Berlin. Keine:r, der durch die Kälte, eisigen Wind und Schnee wirklich nicht zum stehenbleiben eingeladenen Passant:innen, würde unsere Forderung nach Seenotrettung kritisieren doch Kritik an Aufrüstung oder überhaupt der Bundeswehr geht einigen zu weit. Wie sollen wir uns denn gegen einen Angriff wehren? – Wir bieten auch Flyer zu sozialer Verteidigung an, vielleicht liest sie ja der eine oder die andere später im Warmen.
Fight Friedensschwurbel
Unsere Botschaft wird geteilt von der Naturfreundejugend Berlin und der antiverschwurbelten Aktion. Letztere bringt in ihrer Rede ein großes Problem der Friedensbewegung glänzend auf den Punkt: Zu viele Menschen aus der Friedensbewegung grenzen sich nicht nach rechts ab, teilen Meinungen von Verschwörungstheoretikern oder widersprechen diesen zumindest nicht. Das ist nicht gut für die Glaubwürdigkeit der Bewegung und nicht gut für die Werbung junger Menschen, besonders FLINTA*.
Völlig durchgefroren packen wir nach ein paar Stunden die Insel und ihren Anhang ein, wärmen uns im Haus wieder auf, reflektieren die Aktion, das Wochenende, überlegen, wie es weiter gehen soll. Was machen wir als nächstes? Wie motivieren wir mehr junge Menschen mitzumachen? Kommt einfach – wir haben schon Pläne, die euch begeistern werden!
Medienberichte
Im Nachgang der Aktion gibt es einen Artikel in der Zeitung „Neues Deutschland“, einen Videobeitrag von „laut-werden“, die große Nachrichtenagentur AFP war dabei. Neben dem eher mauen, aber eigentlich auch nicht erwarteten, Publikumsverkehr gibt es also ein schönes Medienecho und natürlich starke Bilder. Wir haben Menschen erreicht, manche denken sicher über unsere Forderung nach. Wir haben uns weiter vernetzt und motiviert, tragen diese Motivation und unsere Forderungen in unsere verschiedenen Wohnorte, um zum nächsten Mal mehr zu werden.
Clara Trommer, DFG-VK-Mitglied und unter 35 Jahre alt. Ursprünglich erschien der Text in der Zivilcourage in der Dezember-Ausgabe 2022.
Der russische Angriffskrieg in der Ukraine läuft immer noch und zeigt dabei die Mängel der fehlenden Investitionen in nachhaltige Energiegewinnungsmethoden auf. Zeitgleich gibt es immer noch keine sicheren Fluchtwege übers Mittelmeer wobei sich parallel, u.a. durch den Krieg verschärft, die Lebensmittelsituation in vielen Ländern der Welt verschlimmert und dadurch mehr und mehr Menschen diesen sicheren Weg nach Europa dringend benötigen würden.
Und was macht die Bundesregierung? Statt sich diesen Problemen vermehrt anzunehmen investiert sie lieber 100 Milliarden in die Aufrüstung des Militärs. Gelder, die im Klimaschutz und bei Flüchtlings- und Seenotrettungrettungsorganisationen dringend benötigt und deutlich besser angebracht wären.
Das Resultat: Laut UNO über 938 Tote im Mittelmeer zwischen Januar und August allein diesen Jahres. Das kann so nicht weiter gehen finden wir!
Deshalb geht’s mit einer Rettungsinsel am 19. November (Samstag) vors Kanzler*innenamt. Wir fordern: „Retten statt Rüsten – 100 Mrd für Seenotrettung und Klimaschutz!“.
Um dies möglichst vielen zu ermöglichen machen wir direkt ein Wochenende daraus bei dem ihr gerne teilnehmen könnt und bei dem wir durch interaktive Workshops voneinander lernen wollen. Die Hütte ist das Tagungshaus der Naturfreunde im Norden von Berlin und dank Sponsoring ist die Übernachtung und Verpflegung kostenlos für alle – also kommt rum! 🙂
Auf dem Wochenende wollen wir mit euch hierarchiearm und auf Augenhöhe die Aktion vorm Kanzler*innenamt organisieren und durchführen. Bringt euch ein, beteiligt euch! Zur Vorbereitung gibt es ab sofort wöchentliche Treffen im Internet zu denen man als Einzelperson oder Gruppe noch jederzeit gut dazustoßen kann. Kommt dazu!
Wir haben schon einige Programmpunkte und Organisationsideen, für die wir noch Unterstützung suchen. Vieles ist allerdings noch komplett offen und veränderbar und einiges muss noch besprochen werden – aka ihr habt noch gut Möglichkeiten mitzusprechen und -gestalten. Ob das ein cooler und kreativer Protest wird liegt mit an euch! Wenn ihr noch was anbieten oder einbringen wollt: Gerne. Wir haben extra dafür einen freien Workshopraum und Materialien. Außerdem werden wir das Programm des Wochenendes laufend aktualisieren, damit eure Ideen darin Platz finden können.
Unser bisheriges vorläufiges Programm gibts >hier< (Jederzeit durch Ideen von euch ergänzbar)
Wann?
Freitag, 18. November bis Sonntag, 20. November. Team Berlin wirbelt da ab 11 Uhr rum, es wäre schön, wenn Du/ Ihr bis 17 Uhr da sein könntet.
Freitag, 18.11.2022: – 10 bis 13:30 Uhr: Paar von uns machen Lebensmitteleinkauf- und Equipmentholaktion (Rettungsinsel, Rettungswesten, Kompressor, …). Wer hier schon helfen will gerne melden. – 14 Uhr: Ankunft der ersten Aktivist, der Lebensmittel und des Equipments in der Hütte, provisorische Willkommensrunde und vor allem: Aufbauen der Aktion üben. – 16 Uhr: Alle da, willkommen, Gebäude-Führung, Awareness-Ansage, Schlafplatz-Absprache, Vorstellung Zeitplan, Stand der Dinge – 17-19 Uhr: Know-how-Sharing-Workshops: Argumentationstraining 100 Mrd., … – 19 Uhr: Essen – 20-21.30 Uhr: Aktionsfotografie und Pressearbeit
Samstag, 19.11.2022: – 9:30 Uhr: Letzte Absprachen – 11 Uhr: Aufbruch – 12 Uhr: Aufbauen Kanzler*innenamt – 13 Uhr: Aktion – 13:30 Uhr: einzelne machen Pressearbeit – 15 Uhr: einpacken – 17 Uhr: Treffen wieder im Haus – 18 Uhr: Essen, Nachbesprechung und gemeinsam Abend ausklingen lassen
Sonntag, 20.11.2022: – 11-13 Uhr: Auswertung – 13 Uhr: Aufräumen – 14 Uhr: Abflug nach Haus
Die War Resisters International feiern im schönen Utrecht, Niederlande, ihren 101. Geburtstag (während dem 100. war Corona) – und da durften wir natürlich nicht fehlen 😉
Das Programm beschäftigte sich unter dem Titel „Not our war“ mit dem Antimilitarismus in Belarus, Russland und der Ukraine und so vernetzten wir uns nicht nur mit Aktivisti aus Deutschland und den Niederlanden, sondern vor allem mit Aktivisti aus der Ukraine, Russland und Belarus, tauschten uns aus und brainstormten mögliche neue Kooperationen.
Dabei war die Kriegsdienstverweigerung und die Strafen und Repressionen die den Personen, die sich dies in den drei Ländern trauen, vor allem Thema und so beschäftigte sich unser Brainstorming vor allem damit wie wir in Ländern wie Deutschland und auf EU-Ebene aktivistisch aktiv werden können um solchen, die nicht ihr Leben riskieren und andere töten wollen, Visas und Asyl zu besorgen.
Da Utrecht eine mega schöne Stadt ist – Autos gibt es hier in der Innenstadt quasi gar nicht, dafür ganz ganz viele Fahrräder – durften natürlich mehrere Sightseeingtouren nicht fehlen und ein Youth Meeting zu welchem wir alle jungen Aktiven der War Resisters International in einen Burgerladen (natürlich mit veganen Burgern auch) eingeladen haben stand auch auf unserer Tagesordnung. An sich ein gelunges Wochenende also 😀
Beim Sommer-Vernetzungstreffen wollten wir unseren Horizont auf Konflikte erweitern, die sonst leider kaum Aufmerksamkeit in der deutschen Friedensbewegung bekommen, da es sich um lokale Konflikte in afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Ländern handelt.
Um dieses Thema über das ganze Wochenende im Gespräch zu haben starteten wir Freitags direkt mit einem passenden Übersichtsvortrag. Mit „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“ brachte Pablo von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) uns einen dieser Konflikte und die europäische Außenpolitik dahingehend interaktiv auf Karten und mit vielen Bildern und Grafiken näher.
Samstagmorgen wies uns der Historiker Thomas Tews beim Workshop “Von der deutschen Friedensbewegung übersehene Konflikte in Afrika” auf diverse bewaffnete Konflikte in afrikanischen Ländern als auch die Gründe für die Entstehung dieser hin.
Am Tag darauf (Samstag) hatten wir Gelegenheit das dadurch gelernte Wissen direkt im Workshop „Kampagnenplanung“ in kleineren Gruppen anzuwenden. Neben verschiedenen Konzepten der Kampagnenplanung zu erlernen bekahmen wir nämlich die praktische Aufgabe mit diesen Kampagnenplanungskonzepten mögliche zukünftige Kampagnen, unter anderem zum Thema des Vorabends und Morgens, zu entwickeln.
Um auch bisschen mehr von Stuttgart als den Hauptbahnhof (bzw. das große Loch von Stuttgart 21 😉 ) und das Haus in dem wir übernachteten zu sehen verbrachten wir den Nachmittag mit einem Stadtrundgang. Bei diesem lernten wir an diversen Stellen einerseits über die antimilitaristische Geschichte Stuttgarts als auch andererseits noch über die heutig bestehende Präsenz des Militärs und seinen unterstützenden wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Danach gings zurück ins Haus, wo wir uns gemeinsam bei der warmen Vokü/ Küfa (Essen zum Solipreis von Aktivisti für Aktivisti aus der Gegend) lokal weiter vernetzten.
Da viele von uns jungen Aktivisti in der Friedensbewegung die Erfahrung gemacht haben das sich in dieser einiges tun muss, um diese attraktiver für uns junge Aktivisti aufzubauen, schlossen wir unser Wochenende am Sonntag mit einem Brainstorming zum Thema „Forderungen der Jungen an die Friedensbewegung“ ab. Dieses Konzept wollen wir bei den nächsten Wochenenden noch weiter ausbauen und dann mit möglichst vielen diversen Forderungen veröffentlichen, um die Friedensbewegung mehr für Themen wie Antisexismus, Geschlechtervielfalt, Nachhaltigkeit und Antirassismus zu sensibilisieren und somit für die Zukunft offener und konsequent antidiskriminierend aufzustellen.
Stuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
Vortragende(r)
Hauke Thoroe, DFG-VK Bundesverband
Was ist eine Kampagne? Und wie plant man sie? Und wie formt das Denken in Kampagnen eine Organisation? (nicht nur zum Besten …)
Klingt nach Oberchecker*innenkramm, wird oft auch so vermarktet (diskursive Herrschaftssicherung), geht allerdings anhand leicht zu erlernenden Methoden erstaunlich einfach!
Anhand von Beispielen aus der Welt von Greenpeace und der DFG-VK lernen wir Methoden, um effektiv eine Kampagne zu planen. Dabei werfen wir anhand von praktischen Beispielen kritische Blicke auf die Nebenwirkungen dieser Organisationsmethoden.
Stuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
Vortragende(r)
Pablo, Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Die Migrationskontrolle ist ein grundlegendes deutsches und europäisches Interesse in der Afrikapolitik und wird als solches oft in Begründungen für bi- und multilaterale Finanzierungs-, Rüstungs und Ausbildungsprogrammen benannt. Für viele Machthaber in Nordafrika und im Sahel ist sie ein Mittel zum Zwecke besser ausgerüsteter Armeen, die ihre Macht nach innen und außen absichern.
Einen ähnlichen Vorteil hat es, vom Westen bzw. globalen Norden als verlässlicher Partner gesehen zu werden. Die Wahrung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zählen da im Vergleich oft weniger.
Der Vortrag stellt Rüstungs- und Ausbildungsprogramme der Sicherheitskräfte verschiedener Länder zwischen Marokko und dem Sudan vor, beschreibt deren spezifische Rolle in der Abwehr von Migration und zeigt wie dieser Ansatz oft eine nachhaltige Beseitigung von Fluchtursachen behindert, indem es diktatorische und autokratische Regimes mit kurzsichtigen und oft diskriminierenden Politiken stabilisiert.
Im September diesen Jahres sollte eigentlich ein großes internationales Vernetzungs- und Aktivistiwochenende von War Resisters International stattfinden anlässlich deren 101. Geburtstag.
Leider wird dieses nun etwas kleiner ausfallen auf Grund von Finanzierungsproblemen. Das bringt uns allerdings nicht davon ab trotzdem nach Utrecht, Niederlande, zu reisen!
Thematisch wird sich dieses neue Programm mit dem Titel „Not our war“ auf den Antimilitarismus in Weißrussland, Russland und der Ukraine konzentrieren, da dies aktuell eins der relevantesten und dringendsten Problem für jene die sich an Kriegen nicht beteiligen wollen ist.
Unser bisheriger Plan sieht wie folgt aus:
Freitag, 9. September 2022: – Anreise – 13 Uhr Ankunft in Utrecht – Museumstour – Touristuff
Samstag, 10. September 2022: – Teilnahme am Programm „Not our war“ der War Resisters International Veranstaltungsort: Kargadoor, Oude Gracht 36, Utrecht, Niederlande – Gemeinsamen Abend verbringen mit Aktivisti anderer Organisationen
Sonntag 11. September 2022: – Utrecht erkunden – mit anderen jungen Aktivisti von verschiedenen internationalen Organisationen vernetzen – gemeinsames Mittagessen – Rückreise – Aktivisti aus Berlin: 14 Uhr in Utrecht – Aktivisti aus Stuttgart: 21 Uhr in Utrecht