Autor: antimil-aktionsnetzwerk

  • Mo. 14.11.22: „Whaat? 100 Milliarden?“ Argumentationstraining gegen Aufrüstung

    Mo. 14.11.22: „Whaat? 100 Milliarden?“ Argumentationstraining gegen Aufrüstung

    Mit dem 100 Mrd. Sondervermögen findet eine in der Nachwendezeit beispiellose Aufrüstung statt. Deshalb veranstalten wir einen Online-Workshop zur Aufrüstung der Bundeswehr angesichts des aktuellen Kriegs in der Ukraine. Wir üben gemeinsam, zu erklären, warum eine Aufrüstung der Bundeswehr den Menschen in der Ukraine nichts bringt und werden gemeinsam sinnvolle Maßnahmen wie Offene Grenzen, Seenotrettung, Klimaschutz und Soziale Verteidigung erkunden. Außerdem üben wir, wie man beim Flyer verteilen Menschen anspricht und wie man sie auch wieder los wird, falls sie unangenehm sind.

    Wann?
    Montag, 14.11.2022 um 19h.

    Wo?
    Im Internet mit Zoom. Den Link gibt es nach der Anmeldung unter amab@riseup.net

    Muss ich an der Aktion „Retten statt Rüsten“ teilnehmen?
    Nein, die Veranstaltung ist zwar Teil unserer Vorbereitung auf das Aktionsworkshop-Wochenende „Retten statt Rüsten-100 Mrd. für Seenotrettung und Klimaschutz!“ in Berlin vom Freitag, den 18.11. bis Sonntag. An diesem Wochenende veranstalten wir zusammen mit dem U35-Netzwerk der DFG-VK ganz viele Workshops im Naturfreundehaus am Hermsdorfer Fließ und am Samstag, den 19.11. von 12-16h eine Kundgebung vor dem Kanzler*innenamt.

    Da wollen wir Flugblätter an Passant*innen verteilen und dafür ist dieser Workshop ein Vorbereitung. Du kannst aber na klar auch an diesem Online-Workshop teilnehmen, wenn Du gar nicht an der Aktion teilnimmst oder ganz woanders wohnst. Ein Argumentationstraining kann man schließlich immer mal brauchen.

    Anmeldung?
    Ja bitte: amab@riseup.net

    Material:
    Wenn Du ganz fleißig bist, könntest Du das hier schon mal vorher lesen:

    https://dfg-vk-darmstadt.de/Downloads/Sonstiges/Wozu-Buwe-neu-2016-web.pdf
    https://www.soziale-verteidigung.de/system/files/sv_einfuehrungsflyer-web.pdf
    https://www.soziale-verteidigung.de/artikel/ziviler-widerstand-gegen-krieg-ukraine

    Kosten?
    Keine.

    Dank freundlicher Unterstützung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

  • Sa. 19.11. Aktionsaufruf: Retten statt Rüsten – 100 Mrd für Klimaschutz und Seenotrettung

    Sa. 19.11. Aktionsaufruf: Retten statt Rüsten – 100 Mrd für Klimaschutz und Seenotrettung

    Am Samstag, den 19.11.2022 wollen wir vor dem Kanzler*innenamt in Berlin mit einer Kundgebung demonstrieren. Wir fordern: „Retten statt Rüsten – 100 Mrd für Klimaschutz und Seenotrettung“. Um unseren Protest zu verdeutlichen, platzieren wir vor dem Regierungssitz ein irritierendes Bild: Eine gestrandete Rettungsinsel mit runtergerockten Rettungswesten drumherum. Dafür suchen wir noch Mitstreiter*innen.

    Falls Du oder deine Orga/ Freund*innen mitmachen wollen, melde Dich bitte bei grote@dfg-vk.de. Wir haben wöchentliche Koordinationstreffen im Internet, wo ihr mitplanen und gestalten könnt.

    Warum demonstrieren wir?
    Nach der Invasion der russischen Armee in die Ukraine machte die Bundesregierung 100 Milliarden Euro locker, um die Bundeswehr weiter aufzurüsten. Doch Aufrüstung in Deutschland hilft weder in der Ukraine noch anderswo. Stattdessen müssen wir eine solidarische Politikwende entwickeln. Deshalb fordern wir ein 100 Milliarden Euro Sofort-Investitionsprogramm in Klimaschutz und Seenotrettung.

    1. Soziale und gerechte Energiewende
    Statt alles daran zu setzen, dass der Krieg für Russland unfinanzierbar wird, hören wir das Argument gegen die Einstellung der Gaspipelines, dass dann „in Deutschland das Licht ausgehe“. Geschützt werden dadurch vor allem wirtschaftlichen Interessen der Industrie, die 60 % des nationalen Energiebedarfs ausmacht. Statt Milliarden Euro für eine rückschrittliche und klimaschädliche Energieversorgung in der Ostsee zu versenken, wären sie weit sinnvoller in den Ausbau nachhaltiger Energieversorgung investiert worden (und Ökosteuer könnten die Kraftwerksbetreiber*innen auch endlich mal zahlen).

    Wir wollen, dass mit dem leider bereits für die Bundeswehr bereitgestellten Sondervermögen die jetzt auftretenden sozialen Folgen des kurzfristigen Pipeline-Stopps für die Bevölkerung abgefedert werden. Denn mit Waffen kann man nicht heizen! Deshalb sollten wir mit dem bereits genehmigten Sondervermögen weitere Gasfirmen verstaatlichen und den Gaspreis mit Subventionen deckeln. Die jahrzehntelang verpassten Investiotionen dürfen nicht auf die Menschen abgewälzt werden, die es sowieso schon am schwersten haben

    2. Schluss mit dem Autokraten-Knuddeln!
    Die Bundesregierung verurteilt zwar diplomatisch den Krieg und nutzt die Verunsicherung in der Bevölkerung für massive Aufrüstungspläne, importiert aber weiterhin russisches Gas und hält Wirtschaftsbeziehungen aufrecht. Die Bundesregierung nimmt seit der russischen Annexion der Krim 2014 de facto hin, dass die russische Regierung völkerrechtswidrig einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Während Putin die Krim annektierte, die Ukraine militärisch bedrohte und einen Krieg angefangen hat, kauften wir weiter Gas.

    Ernsthafte Sanktionen gegenüber Russland und Investitionen in die Klimawende spätestens nach 2014 hätten diesen Krieg womöglich bereits verhindern und Putin drastische Druckmittel nehmen können.´Deswegen sind die Energiewende und Klimaschutz auch aus friedenspolitischer Perspektive so wichtig. Denn Deals mit Katar oder Aserbaidschan lehnen wir auf Grund deren Menschenrechtssituation und Umweltschädlichkeit von Gas genauso ab.

    3. Soziale Verteidigung
    Gerade die Ukraine zeigt uns, welche Kraft in zivilen Ungehorsam, Militanz und gewaltfreien Aufständen liegt. 2004 und 2014 jagte die Bevölkerung trotz Killerkommandos die Regierung zum Teufel. 2014 blockierten und demoralisierten Ukrainer*innen Regierungstruppen, die in den Bürgerkrieg zogen. Und auch jetzt verhindern ukrainische Bürger*innen mit Straßenblockaden, dass russische Panzer durch ihre Dörfer ziehen. Warum machen wir das nicht einfach nach?

    Das geht: Mit der „Sozialen Verteidigung“ gibt es seit Jahrzenten Konzepte und Forschungen, die Alternativen zur militärischen Aufrüstung aufzeigen. Kern einer sozialen Verteidigung ist es, soziale Strukturen gewaltfrei zu verteidigen, statt ein Territorium zu halten. Eine Besatzung und Ausbeutung des sozialen Kapitals im besetzten Gebiet soll möglichst teuer und anstrengend für die Besatzer*innen gemacht werden.

    Dafür schuf Ebert ein dreistufiges Konzept. Je nach politischer Situation können die Akteur*innen auf jeder Stufe viele verschiedenartige Formen sozialen Drucks ausüben (Protest, Legale Nichtzusammenarbeit, Ziviler Ungehorsam). (Flug)hafen-Arbeiter*innen und Eisenbahnarbeiter*innen in Italien, Griechenland und Belarus haben mit ihren Auslieferungsweigerungen oder Schienensabotagen vorgemacht, wie wichtig der lokale Widerstand sein kann. Statt Waffen für die Bundeswehr zu kaufen, sollten wir uns solche Techniken der Sozialen Verteidigung aneignen.

    4. Offene Grenzen und Unterstützung von Geflüchteten
    Klar: Das Einüben einer sozialen Verteidigung und der Ausbau erneuerbarer Energiequellen braucht Zeit. Die Unterstützung flüchtender Menschen kann dagegen sofort erfolgen. Denn Menschen eine einfache Möglichkeit zum Fliehen und Aufbau eines neuen Lebens zu bieten hilft Opfer bewaffneter Konflikte zu vermeiden.

    Dafür müssen sichere Fluchtwege, Seenotrettung, realistische Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten gewährleistet werden. Denn alle Menschen, die vor Krieg, wirtschaftlicher Not und den Folgen des Klimawandels fliehen, brauchen Schutz. Wir sprechen uns strikt gegen rassistische Entrechtungen von Menschen aus, egal welcher Nationalität. Die Unterstützung der Geflüchteten aus der Ukraine zeigt, dass menschlicher Umgang miteinander möglich ist, wenn nur der politische Wille da ist.

    Übringens:
    Wir glauben nicht, mögliche neue Partner bei den als „corona-kritische Grundrechtebewegung“ verharmlosten antisemistischen Verschwörungswahngläubigen und ihren Mitläufer*innen zu finden. Falls Du glaubst, dass Russland unschuldig und sich die Friedensbewegung nicht von Nazis, Rassist*innen, Antisemit*innen, Sexist*innen, Corona-Leugner*innen, AfD usw. abgrenzen müsse, bleib Zuhause!

    Amtimilitaristische Aktion Berlin (amab)
    U35-Netzwerk in der DFG-VK
    (Name deiner Gruppe, falls ihr mitmacht)

  • Vorbereitungstreffen Aktionswochenende

    Vorbereitungstreffen Aktionswochenende

    Wann:jeden Dienstag bis zur Aktion um 18 Uhr
    25. Oktober
    1. November
    8. November
    15. November
    Ort:Online auf Jitsi. Link beim Button
    Wer kann alles kommen?Jede und jeder Aktivisti (unabhängig einer Mitgliedschaft in der DFG-VK oder irgend einer anderen Organisation)
    Hauptsache ihr seid für „Retten statt Rüsten!“ 😉

    Wir haben schon einige Programmpunkte und Organisationsideen fürs Aktionswochenende vom 18. bis 20. November (support aber immer willkommen). Vieles ist allerdings noch komplett offen und veränderbar und einiges muss noch besprochen werden – aka ihr habt noch gut Möglichkeiten mitzusprechen und -gestalten. Ob das ein cooler und kreativer Protest wird liegt mit an euch! Wenn ihr noch was anbieten oder einbringen wollt: Gerne. Wir haben extra dafür einen freien Workshopraum und Materialien. Außerdem werden wir das Programm des Wochenendes laufend aktualisieren, damit eure Ideen darin Platz finden können.

    Unser bisheriges vorläufiges Programm gibts >hier< (Jederzeit durch Ideen von euch ergänzbar)

    Um alles noch offene zu besprechen und weiterzuorganisieren treffen wir uns jede Woche Dienstags bis zum Aktionswochenende auf Jitsi, da es einfach ohne irgendwelche extra Dinge wie Account oder Software herunterladen im Browser funktioniert. Probiers doch einfach mal aus durch Drücken auf den Button rechts 😉

  • 18. – 20.11.2022 Aktions-Workshop-Wochenende „Retten statt Rüsten!“

    18. – 20.11.2022 Aktions-Workshop-Wochenende „Retten statt Rüsten!“

    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine läuft immer noch und zeigt dabei die Mängel der fehlenden Investitionen in nachhaltige Energiegewinnungsmethoden auf. Zeitgleich gibt es immer noch keine sicheren Fluchtwege übers Mittelmeer wobei sich parallel, u.a. durch den Krieg verschärft, die Lebensmittelsituation in vielen Ländern der Welt verschlimmert und dadurch mehr und mehr Menschen diesen sicheren Weg nach Europa dringend benötigen würden.

    Und was macht die Bundesregierung? Statt sich diesen Problemen vermehrt anzunehmen investiert sie lieber 100 Milliarden in die Aufrüstung des Militärs.
    Gelder, die im Klimaschutz und bei Flüchtlings- und Seenotrettungrettungsorganisationen dringend benötigt und deutlich besser angebracht wären.

    Das Resultat: Laut UNO über 938 Tote im Mittelmeer zwischen Januar und August allein diesen Jahres. Das kann so nicht weiter gehen finden wir!

    Deshalb geht’s mit einer Rettungsinsel am 19. November (Samstag) vors Kanzler*innenamt. Wir fordern: „Retten statt Rüsten – 100 Mrd für Seenotrettung und Klimaschutz!“.

    Um dies möglichst vielen zu ermöglichen machen wir direkt ein Wochenende daraus bei dem ihr gerne teilnehmen könnt und bei dem wir durch interaktive Workshops voneinander lernen wollen.
    Die Hütte ist das Tagungshaus der Naturfreunde im Norden von Berlin und dank Sponsoring ist die Übernachtung und Verpflegung kostenlos für alle – also kommt rum! 🙂

    Auf dem Wochenende wollen wir mit euch hierarchiearm und auf Augenhöhe die Aktion vorm Kanzler*innenamt organisieren und durchführen. Bringt euch ein, beteiligt euch!
    Zur Vorbereitung gibt es ab sofort wöchentliche Treffen im Internet zu denen man als Einzelperson oder Gruppe noch jederzeit gut dazustoßen kann. Kommt dazu!

    Wir haben schon einige Programmpunkte und Organisationsideen, für die wir noch Unterstützung suchen. Vieles ist allerdings noch komplett offen und veränderbar und einiges muss noch besprochen werden – aka ihr habt noch gut Möglichkeiten mitzusprechen und -gestalten. Ob das ein cooler und kreativer Protest wird liegt mit an euch! Wenn ihr noch was anbieten oder einbringen wollt: Gerne. Wir haben extra dafür einen freien Workshopraum und Materialien. Außerdem werden wir das Programm des Wochenendes laufend aktualisieren, damit eure Ideen darin Platz finden können.

    Unser bisheriges vorläufiges Programm gibts >hier< (Jederzeit durch Ideen von euch ergänzbar)

    Wann?

    Freitag, 18. November bis Sonntag, 20. November. Team Berlin wirbelt da ab 11 Uhr rum, es wäre schön, wenn Du/ Ihr bis 17 Uhr da sein könntet.

    Wo?

    Naturfreundehaus Hermsdorfer Fließtal

    Seebadstr. 27

    13467 Berlin

    https://www.naturfreunde.de/haus/naturfreundehaus-hermsdorfer-fliesstal

    Was?

    Unser Forderungspapier „Retten statt Rüsten“:
    https://antimil-aktionsnetzwerk.site36.net/sa-19-11-aktionsaufruf-retten-statt-ruesten-100-mrd-fuer-klimaschutz-und-seenotrettung/

    Wer?

    U35-Netzwerk der DFG-VK

    Antimilitaristische Aktion Berlin (amab)

    (Du und deine Gang falls ihr mitmachen wollt)

    Kosten?

    Keine. 

    Anmeldung?

    Ja bitte – wäre cool as soon as possible:

    [contact-form-7 id=“551″ title=“Anmeldeformular“]
  • Vorläufiges Programm Aktionswochenende

    Vorläufiges Programm Aktionswochenende

    Freitag, 18.11.2022:
    – 10 bis 13:30 Uhr: Paar von uns machen Lebensmitteleinkauf- und Equipmentholaktion (Rettungsinsel, Rettungswesten, Kompressor, …). Wer hier schon helfen will gerne melden.
    – 14 Uhr: Ankunft der ersten Aktivist, der Lebensmittel und des Equipments in der Hütte, provisorische Willkommensrunde und vor allem: Aufbauen der Aktion üben.
    – 16 Uhr: Alle da, willkommen, Gebäude-Führung, Awareness-Ansage, Schlafplatz-Absprache, Vorstellung Zeitplan, Stand der Dinge
    – 17-19 Uhr: Know-how-Sharing-Workshops: Argumentationstraining 100 Mrd., …
    – 19 Uhr: Essen
    – 20-21.30 Uhr: Aktionsfotografie und Pressearbeit

    Samstag, 19.11.2022:
    – 9:30 Uhr: Letzte Absprachen
    – 11 Uhr: Aufbruch
    – 12 Uhr: Aufbauen Kanzler*innenamt
    – 13 Uhr: Aktion
    – 13:30 Uhr: einzelne machen Pressearbeit
    – 15 Uhr: einpacken
    – 17 Uhr: Treffen wieder im Haus
    – 18 Uhr: Essen, Nachbesprechung und gemeinsam Abend ausklingen lassen

    Sonntag, 20.11.2022:
    – 11-13 Uhr: Auswertung
    – 13 Uhr: Aufräumen
    – 14 Uhr: Abflug nach Haus

  • 2022 Future Without War

    2022 Future Without War

    Die War Resisters International feiern im schönen Utrecht, Niederlande, ihren 101. Geburtstag (während dem 100. war Corona) – und da durften wir natürlich nicht fehlen 😉

    Das Programm beschäftigte sich unter dem Titel „Not our war“ mit dem Antimilitarismus in Belarus, Russland und der Ukraine und so vernetzten wir uns nicht nur mit Aktivisti aus Deutschland und den Niederlanden, sondern vor allem mit Aktivisti aus der Ukraine, Russland und Belarus, tauschten uns aus und brainstormten mögliche neue Kooperationen.

    Dabei war die Kriegsdienstverweigerung und die Strafen und Repressionen die den Personen, die sich dies in den drei Ländern trauen, vor allem Thema und so beschäftigte sich unser Brainstorming vor allem damit wie wir in Ländern wie Deutschland und auf EU-Ebene aktivistisch aktiv werden können um solchen, die nicht ihr Leben riskieren und andere töten wollen, Visas und Asyl zu besorgen.

    Da Utrecht eine mega schöne Stadt ist – Autos gibt es hier in der Innenstadt quasi gar nicht, dafür ganz ganz viele Fahrräder – durften natürlich mehrere Sightseeingtouren nicht fehlen und ein Youth Meeting zu welchem wir alle jungen Aktiven der War Resisters International in einen Burgerladen (natürlich mit veganen Burgern auch) eingeladen haben stand auch auf unserer Tagesordnung. An sich ein gelunges Wochenende also 😀

    Utrecht, 9. bis 11. September 2022

  • 2022 U35-Vernetzungstreffen in Stuttgart

    2022 U35-Vernetzungstreffen in Stuttgart

    Beim Sommer-Vernetzungstreffen wollten wir unseren Horizont auf Konflikte erweitern, die sonst leider kaum Aufmerksamkeit in der deutschen Friedensbewegung bekommen, da es sich um lokale Konflikte in afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Ländern handelt.

    Um dieses Thema über das ganze Wochenende im Gespräch zu haben starteten wir Freitags direkt mit einem passenden Übersichtsvortrag. Mit „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“ brachte Pablo von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) uns einen dieser Konflikte und die europäische Außenpolitik dahingehend interaktiv auf Karten und mit vielen Bildern und Grafiken näher.

    Samstagmorgen wies uns der Historiker Thomas Tews beim Workshop “Von der deutschen Friedensbewegung übersehene Konflikte in Afrika” auf diverse bewaffnete Konflikte in afrikanischen Ländern als auch die Gründe für die Entstehung dieser hin.

    Am Tag darauf (Samstag) hatten wir Gelegenheit das dadurch gelernte Wissen direkt im Workshop „Kampagnenplanung“ in kleineren Gruppen anzuwenden. Neben verschiedenen Konzepten der Kampagnenplanung zu erlernen bekahmen wir nämlich die praktische Aufgabe mit diesen Kampagnenplanungskonzepten mögliche zukünftige Kampagnen, unter anderem zum Thema des Vorabends und Morgens, zu entwickeln.

    Um auch bisschen mehr von Stuttgart als den Hauptbahnhof (bzw. das große Loch von Stuttgart 21 😉 ) und das Haus in dem wir übernachteten zu sehen verbrachten wir den Nachmittag mit einem Stadtrundgang. Bei diesem lernten wir an diversen Stellen einerseits über die antimilitaristische Geschichte Stuttgarts als auch andererseits noch über die heutig bestehende Präsenz des Militärs und seinen unterstützenden wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen.
    Danach gings zurück ins Haus, wo wir uns gemeinsam bei der warmen Vokü/ Küfa (Essen zum Solipreis von Aktivisti für Aktivisti aus der Gegend) lokal weiter vernetzten.

    Da viele von uns jungen Aktivisti in der Friedensbewegung die Erfahrung gemacht haben das sich in dieser einiges tun muss, um diese attraktiver für uns junge Aktivisti aufzubauen, schlossen wir unser Wochenende am Sonntag mit einem Brainstorming zum Thema „Forderungen der Jungen an die Friedensbewegung“ ab.
    Dieses Konzept wollen wir bei den nächsten Wochenenden noch weiter ausbauen und dann mit möglichst vielen diversen Forderungen veröffentlichen, um die Friedensbewegung mehr für Themen wie Antisexismus, Geschlechtervielfalt, Nachhaltigkeit und Antirassismus zu sensibilisieren und somit für die Zukunft offener und konsequent antidiskriminierend aufzustellen.

    Stuttgart, 26. bis 28. August 2022

  • Workshop „Kampagnenplanung“

    Workshop „Kampagnenplanung“

    WannSamstag den 27.08.2022 um 12 Uhr
    OrtStuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
    Vortragende(r)Hauke Thoroe, DFG-VK Bundesverband

    Was ist eine Kampagne?
    Und wie plant man sie?
    Und wie formt das Denken in Kampagnen eine Organisation? (nicht nur zum Besten …)

    Klingt nach Oberchecker*innenkramm, wird oft auch so vermarktet (diskursive Herrschaftssicherung), geht allerdings anhand leicht zu erlernenden Methoden erstaunlich einfach!

    Anhand von Beispielen aus der Welt von Greenpeace und der DFG-VK lernen wir Methoden, um effektiv eine Kampagne zu planen. Dabei werfen wir anhand von praktischen Beispielen kritische Blicke auf die Nebenwirkungen dieser Organisationsmethoden.

    Ablauf:

    1. Vorstellung/Erwartungshaltung
    2. Was ist Campagning?
    3. Kampagnenplanung, SOSTAC und SMART
    4. Kritische Bemerkungen und Gelästere
    5. Übung
    6. Auswertung/Feedback
  • Vortrag „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“

    Vortrag „Grenzregime und Aufrüstung in Nordafrika und im Sahel“

    WannFreitag den 26.08.2022 um 18 Uhr
    OrtStuttgart, Linkes Zentrum Lilo Herrmann beim U35-Vernetzungstreffen
    Vortragende(r)Pablo, Informationsstelle Militarisierung (IMI)

    Die Migrationskontrolle ist ein grundlegendes deutsches und europäisches Interesse in der Afrikapolitik und wird als solches oft in Begründungen für bi- und multilaterale Finanzierungs-, Rüstungs und Ausbildungsprogrammen benannt. Für viele Machthaber in Nordafrika und im Sahel ist sie ein Mittel zum Zwecke besser ausgerüsteter Armeen, die ihre Macht nach innen und außen absichern.

    Einen ähnlichen Vorteil hat es, vom Westen bzw. globalen Norden als verlässlicher Partner gesehen zu werden. Die Wahrung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zählen da im Vergleich oft weniger.

    Der Vortrag stellt Rüstungs- und Ausbildungsprogramme der Sicherheitskräfte verschiedener Länder zwischen Marokko und dem Sudan vor, beschreibt deren spezifische Rolle in der Abwehr von Migration und zeigt wie dieser Ansatz oft eine nachhaltige Beseitigung von Fluchtursachen behindert, indem es diktatorische und autokratische Regimes mit kurzsichtigen und oft diskriminierenden Politiken stabilisiert.

  • Future without war

    Future without war

    9. bis 11. September 2022

    Im September diesen Jahres sollte eigentlich ein großes internationales Vernetzungs- und Aktivistiwochenende von War Resisters International stattfinden anlässlich deren 101. Geburtstag.

    Leider wird dieses nun etwas kleiner ausfallen auf Grund von Finanzierungsproblemen. Das bringt uns allerdings nicht davon ab trotzdem nach Utrecht, Niederlande, zu reisen!

    Thematisch wird sich dieses neue Programm mit dem Titel „Not our war“ auf den Antimilitarismus in Weißrussland, Russland und der Ukraine konzentrieren, da dies aktuell eins der relevantesten und dringendsten Problem für jene die sich an Kriegen nicht beteiligen wollen ist.

    Unser bisheriger Plan sieht wie folgt aus:

    Freitag, 9. September 2022:
    – Anreise
    – 13 Uhr Ankunft in Utrecht
    – Museumstour
    – Touristuff

    Samstag, 10. September 2022:
    – Teilnahme am Programm „Not our war“ der War Resisters International
    Veranstaltungsort: Kargadoor, Oude Gracht 36, Utrecht, Niederlande
    – Gemeinsamen Abend verbringen mit Aktivisti anderer Organisationen

    Sonntag 11. September 2022:
    – Utrecht erkunden
    – mit anderen jungen Aktivisti von verschiedenen internationalen Organisationen vernetzen
    – gemeinsames Mittagessen
    – Rückreise
    – Aktivisti aus Berlin: 14 Uhr in Utrecht
    – Aktivisti aus Stuttgart: 21 Uhr in Utrecht

    Bei Interesse Mail an grote@dfg-vk.de 🙂

    Link zur Event-Webseite gibts >hier<

    Das vorläufige Event-Programm für Samstag: